Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Symposium - Starke Frauen für den RSB

Abschlussfoto.

Erstmalig veranstaltete der RSB vom 10. bis 11. März 2018 in Bergisch Gladbach ein Frauensymposium.

Unser Präsident Willi Palm regte auf der Frauenausschusssitzung des Rheinischen Schützenbundes im März 2017 ein Symposium für die Damen des RSB an. Die anwesenden Bezirks- und Kreisdamenleiterinnen waren von dieser Idee sehr angetan. Kurze Zeit später nahm dieser Vorschlag Formen an und Referenten konnten gewonnen werden. Ebenso wurde das Programm zusammengestellt. Ziel des Symposiums sollte es sein, die Frauen fürs Ehrenamt zu gewinnen und ihnen Mut für diese Aufgabe zu geben.

Eine Besonderheit gab es zudem. Beim Frauensymposium „Starke Frauen für den RSB“ waren auch interessierte Männer herzlichst eingeladen. Aber nur unser Präsident Willi Palm hatte den Mut, der Veranstaltung beizuwohnen. Keine schlechte Entscheidung.

Beim Rheinischen Turnerbund in Bergisch Gladbach fand man die geeigneten Räumlichkeiten für Tagung und Übernachtung. Im Nachhinein eine sehr gute Wahl.

Am Samstag, dem 10. März 2018, begann das Symposium mit dem Einchecken der Teilnehmerinnen, um dann gemeinschaftlich dem Tageshöhepunkt entgegenzufiebern. Die Staatssekretärin im Land Nordrhein-Westfalen für Sport und Ehrenamt, Frau Andrea Milz, hatte ihr Kommen zugesagt. Präsident Willi Palm und Damenleiterin Brigitte Brachmann begrüßten Frau Milz sowie Frau Nicole Lazar vom Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung, die die Moderation des Symposiums übernommen hatte.

Staatssekretärin NRW Andrea Milz.

Frau Milz berichtete in kurzen Zügen über ihren Werdegang in der CDU von NRW. Sie hob hervor, dass Frau als Frau in der Politik schmerzfrei und konfliktfähig sein muss. Es wird einem nichts geschenkt. Stolpersteine müssen aktiv angenommen werden und auf Intrigen sollte man gefasst sein.  Stets prüfen, ob Frau richtig aufgestellt ist. Sich nicht fremdbestimmen lassen (Termine selber vereinbaren). Bewusst planen und Erholungsphasen einbauen und hier keine Ausnahmen machen. Frauen müssen sich ein Netzwerk aufbauen und ihre Posten beleben. Ein Ausgleich für Frau Milz ist der Sport.

Alle Anwesenden waren von ihren lebhaften Ausführungen sehr angetan und begeistert, so dass sich viele von den Damen angesprochen fühlten. Uns wird dieser impulsive Vortrag sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Damit wir nicht nur passiv den Nachmittag verbrachten, machte Physiotherapeutin Frau Antje Biedermann (Damenleiterin Bezirk 03) mit uns eine Schulter- und Nackenentspannung nach Musik.

Nach einem gemeinsamen Abendessen trafen wir uns zu einer lockeren Gesprächsrunde bei Getränken. Hier lernten sich alle Teilnehmerinnen besser kennen und konnten Netzwerke aufbauen.

Astronautentrainerin Laura Winterling.

Am Sonntag ging es mit dem Impulsvortrag von Frau Laura Winterling weiter. Frau Winterling ist Astronautentrainerin bei der ESA und berichtete von ihrer sehr interessanten Tätigkeit. Ein Besuch der Raumstation ISS erfolgte per Video. Wir müssen unsere Sache aus Leidenschaft machen und sollten uns nicht als FRAU sondern als Mensch fühlen. Man muss sich eine Chance geben. Die meisten Frauen stehen sich selber im Weg. Spaß und Freude an unserem Tun ist wichtig. Sie gibt uns einen Tipp ihres Vaters mit auf den Weg: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Zum Schluss lud sie uns zu einem Besuch bei der ESA ein.

Dipl. Psychologin Nicole Lazar.

Nach diesem packenden Vortrag entspannte Frau Antje Biedermann unsere Augen mit ein paar Übungen, die uns bestimmt auch im Wettkampf helfen können.

Frau Lazar fasste die wichtigsten Punkte des Vortrages zusammen:

Freude haben

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Eigene Vorbehalte überwinden (Ich bin Mensch)

Chancen ergreifen - Sachen ausprobieren

Ziele verdeutlichen

Klar sein - Sagen was man will / nicht will

Zeiten planen, auch für Erholung

Gleichgewicht anstreben (Hobby, Beruf, Ehrenamt)

Anschließend führte Frau Lazar eine Gesprächsrunde mit starken Frauen des RSB. Die Teilnehmerinnen stellen sich und ihr Ehrenamt mit den persönlichen Erfahrungen vor:

Amelie Kleinmanns - Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Sie ist über den Schützenverein zum Leistungssport gekommen. Für sie ist die Konzentration das Wichtigste.

Julia Berdi - Landestrainerin im Bereich Bogen. Der Schießsport ist eine Sportart für Generationen.

Laura Winterling – Astronautentrainerin. Man muss sich weiter entwickeln. Du wirst Fehler machen und die machen dich stark.

Margit Höller – 2-fache Olympiateilnehmerin. Sie hat heimlich trainiert und viel Förderung durch den Verein erfahren. Und dies hinterlässt Eindrücke.

Brigitte Brachmann - Landesdamenleiterin. "Ja gut, ich mache es". Stolpersteine mitgestalten, hinterfragen und auf eigenen Wegen gehen. Wir wissen gar nicht, wie kompetent wir sind.

Und als starken Mann, unser Präsidenten Willi Palm, er arbeitet im Ehrenamt mehr als im Berufsleben.

Frau Lazar hatte zum Abschluss noch einen kleinen Workshop vorbereitet. Alle zuvor gebildeten vier Gruppen gaben an den vier Tafeln abwechseln ihre Meinung ab.

Die Themen und die wichtigsten Punkte waren:

Wie sollten „starke Frauen“ beim RSB auftreten?

Selbstbewusst - Durchhaltevermögen haben - sicher

Kompetent - authentisch - tolerant

Durchsetzungsfähig – vertrauenswürdig - lernfähig

visionäres Handeln - gesprächsbereit - zu Fehlern stehen

kritikfähig - delegieren können - aufgeschlossen

offen und ehrlich – kompromissbereit - zielstrebig

teamfähig – kameradschaftlich - kämpferisch

Nein sagen können - an eigenen Stärken orientieren - Hilfe annehmen

Um Hilfe bitten - eigene Meinung vertreten.

Was würden Sie noch gerne im Rahmen des RSB/Ehrenamtes machen?

Nachwuchsarbeit - Freude am Sport vermitteln!

                               Kinderbetreuung bei LVM (eventuell auf Antrag)

Mitglieder zusammenfassen - Satzungen/Ordnungen erneuern auch

                                           unter gendergerechter Sprache

Mehr Frauen in die Gremien/Vorstände

Sport und Tradition verbinden - Vorschlag: Beiträge staffeln?!

mehr Teamarbeit - moderne Medien nutzen Skype für Sitzungen

Breitensport mehr fördern - Öffentlichkeitsarbeit fördern

Herausforderungen - wird nicht anerkannt - Vorurteile - Muss sich beweisen

Was fehlt Ihnen für die Ausführung eines/Ihres Ehrenamtes an Unterstützung?

Hilfe bei Veranstaltungen  vom Kreisvorstand - Ansprechpartner für Organ                                                                                                         und Mitarbeit

Informationen bis zur Basis – Feedback - Nutzung neuer Medien

Newsletter – Rückblick

Respekt vor Frauen - Infomaterial transparent veröffentlichen

Schlichter ortsnah

Foren - Flexibilität bei Terminen und Ort

Finanzielle Unterstützung - Schulung (Trainerlehrgang)

Schulung der Ehrenämtler - Verlässlichkeit von Entscheidungen

Sportordnung praxisorientiert verfassen.

Wo/Wie wurden Sie bereits gut vom RSB/Ihren Vereinen unterstützt?

Kommunikation fördert Forderungen

Anerkennung (differenzieren)

Netzwerk - übergeordnet /übergreifend

Pläne Ziele

Unterstützung für Bestimmer - Ausbildung - Geschäftsstelle                             

Unterstützung durch Familie - 1. Symposium

Gremien - Die Wende

praktische Hilfe – Generationenvertrag - ist eingeleitet 

Disziplin - übergreifend agieren - finanziell und moralisch

Alle diese Punkte sind die Essenz des Symposiums.

So wurden u. a.:

Kinderbetreuung bei Meisterschaften

Selbstverteidigungskurse

Satzungen und Ordnungen gendern

herausgestellt.

Margit Höller brachte mit den Worten:

„Die Wende ist eingeleitet“, alles auf einen Punkt: Frau erwartet eine Nachfolgeveranstaltung.

Der RSB wird sich den Aufgaben stellen.

Hildegard Mehlkopf/Brigitte Brachmann
Fotos: H. Mehlkopf



Datum: 14.03.2018

 

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